Stella Bohn

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2022-06-30 00:00:00 2022-09-01 23:59:59 Europe/Zurich Stella Bohn «Our Vessel». Einzelausstellung Keinraum
Vernissage
30.06.2022 19:00
2022-06-30 19:00:00 Europe/Zurich Stella Bohn - Vernissage «Our Vessel». Einzelausstellung Keinraum
«Our Vessel». Einzelausstellung

Mit der Installation «Our Vessel» von Stella Bohn, wird der KEINRAUM zu einem visuellen Archiv für assoziierte Sinnlichkeiten und Lust aller, die sich beteiligen wollen.

 

Welche Form hat deine Lust?
Wie riecht dein Kink?
Was ist die Essenz deines Verlangens?

 

Sich verletzlich zeigen, ohne die Bewertung anderer zu fürchten – Intimes nach aussen tragen, ohne verwundbar zu werden. «Our Vessel» lädt dazu ein, den KEINRAUM als geschützter, wie auch sichtbarer Raum gemeinsam zu füllen. Die kollektiv gesammelten Objekte in «Our Vessel» lassen sich jeweils durch die blickdichte Vakuumfolie lediglich erahnen  – und laden zu eigenen Imaginationen und Kopfkino ein:


Was verbirgt sich in der Filmdose?
Wie fühlt sich das vakuumierte Stück Stoff an?
Was hat ein Avocadokern mit Lust zu tun?

 

«Our Vessel» will genährt werden und wächst durch dein Mitwirken: Du bist eingeladen, dir Gedanken zu deiner Lust, deinen Begierden und deiner eigenen Sexualität zu machen und für diese symbolisch Objekte zu finden. Diese sollten nicht grösser sein als ein kleiner Stapel Bücher*, damit sie in die Vitrine passen. An einem von drei Standorte können die Objekte anonym zusammen mit einem Codewort abgeben werden. Am Ende der Ausstellung kommt dein Objekt natürlich wieder zu dir zurück.

 

Die Installation ist eine Adaption des «Mindful Kink Projects – M:NK», ein Gemeinschaftsprojekt, das sich seit 2019 mit Sexualität auseinandersetzt, um mit normativen Mustern von sexuellen Bedürfnissen, Geschlecht und Idealen zu brechen.

 

 

Stella Bohn (sie/keine) arbeitet multimedial wie auch prozessorientiert und fokussiert sich dabei auf die Themen Körper, Gender, Sexualität, chronische Krankheiten, Beziehungen und Dekolonialität. Die Werke von Stella Bohn leben von den Kollaborationen mit anderen, wobei die Grenzen zwischen Persönlichem und Kollektivem oftmals genauso verschwimmen wie die von Sozialem und Künstlerischem. Ziel ist es, Normen zu hinterfragen und zur Sichtbarkeit von unterrepräsentierten Erzählungen beizutragen. Ihre Projekte sind experimentell – Forschungsreisen, die ein Stückchen näher zu sich selbst führen.